Ein Foto bearbeiten mit Photoshop Elements – Teil 2

Elements Bedienfeld Helligkeit-Kontrast

Im zweiten Teil der Serie beschreibe ich meine Vorgehensweise um knackigere Fotos zu erhalten, während es im ersten Teil der Fotobearbeitungs-Serie mit Photoshop Elements um die Gesamtwirkung durch Verbesserung des Bildausschnitts ging.

Für die Fotobearbeitung nutze ich Photoshop Elements 11. Diese Version unterscheidet sich im Großen und Ganzen nur in der Bedienoberfläche von den Vorgängerversionen.

Photoshop Elements bietet auch ein Blitzkur für die Fotobearbeitung an. Diese Schnellkorrektur der Fotos bietet sich immer dann an, wenn man nicht allzu viel Zeit aufwenden möchte. Dazu in der Optionsleiste auf Schnell klicken und im Bedienfeld die einzelnen Korrekturschritte durchführen. (Auf Foto klicken zum Vergrößern)

Fotos bearbeiten mit der Schnellkorrektur

Fotos bearbeiten mit der Schnellkorrektur

Diese Schnellkorrektur verwende ich jedoch selten, da es mir bei der Erstellung des Fotobuchs wichtig ist, jedes Foto individuell und optimal zu bearbeiten. Und genau darum geht es nun im zweiten Teil Fotos bearbeiten.

Meine Vorgehensweise um knackigere Fotos zu erhalten:

  1. Tonwertkorrektur
  2. Farbkorrektur
  3. Helligkeit und Kontrast anpassen
  4. Schärfen

Tonwertkorrektur

Die Tonwertkorrektur bietet die Möglichkeit die Helligkeitsstufen eines Bildes einzustellen und zwar separat für die Tiefen, Mitteltöne und Lichter. Hierzu wechselt man in den Expertenmodus, so dass im rechten Bedienfeld die Ebenen angezeigt werden.

Dann im Ebenenbedienfeld auf Neue Füll – oder Einstellungsebene erstellen > Tonwertkorrektur klicken.

Einstellungsebene Tonwertkorrekur

Einstellungsebene Tonwertkorrekur

Daraufhin  öffnet sich das Bedienfeld Tonwertkorrektur.  Anhand des Histogramms erkennt man, dass sich das Bild nicht über den gesamten zur Verfügung stehenden Tonwertbereich von  0 bis 255 bis erstreckt. Das ganze Bild wirkt etwas Flau.

Der rot markierte Bereich zeigt, das Tonwerte im Bereich der Lichter fehlen.

Histogramm bei der Tonwertkorrektur

Eine einfache Möglichkeit die Tonwerte zu spreitzen ist, diese von Photoshop Elements übernehmen zu lassen. Auf der rechten Seite sieht man drei Pipetten.

Mit der obersten kann man den Schwarzpunkt setzen, mit der mittleren den Graupunkt und mit der unteren den Weißpunkt.

Ich nutze die Pipetten indem ich zunächst auf die weiße Pipette klicke. Im Bild such ich dann nach einer weißen Stelle, zum Beispiel die Tafel, und klicke mit der Pipette darauf. Das Selbe mache ich mit der schwarzen Pipette auf eine schwarze Stelle im Foto. Die graue Pipette nutze ich nur, wenn ich mir ganz sicher bin, dass es im Foto eine eindeutige graue Stelle gibt.

Man sieht, wie sich die Tonwerte nun über die gesamte Breite strecken.

Tonwertkorrektur mit Pphotoshop Elements

Farbkorrektur

Auch hier startet man und erstellt im Ebenenbedienfeld eine Neue Füll – oder Einstellungsebene > Farbton/Sättigung.

Daraufhin öffnet sich das Bedienfeld Farbton/Sättigung, in dem man innerhalb des Farbspektrums Farbtöne verschieben, sowie Anpassungen der Sättigung und Helligkeit vornehmen kann.

Elements Bedienfeld Farbton Sättigung


Mit dem Farbtonregler kann man die Farben im Bild verändern. Mit dem Schieberegler Sättigung verstärkt oder reduziert man die Farbkraft und mit dem Regler Helligkeit fügt man dem Bild mehr Weiß oder Schwarz hinzu. Über die Dropdown-Liste kann anstelle des gesamten Bildes auch nur ein einzelner Farbbereich verändert werden.

Hier gilt es selbst zu experimentieren um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Helligkeit/Kontrast

Wenn ich ein Foto bearbeite nehme ich die Veränderung von Helligkeit und Kontrast  immer nach der Farbkorrektur vor, da sich bei farblich ausgeglichen Bildern Helligkeit und Kontrast leichter einstellen lassen.

Auch hier startet man und erstellt im Ebenenbedienfeld eine Neue Füll – oder Einstellungsebene > Helligkeit/Kontrast.

Das Bedienfeld ist selbsterklärend. Mit dem Regler Helligkeit beeinflusst man die Helligkeit und mit dem Regler Kontrast verringert oder erhöht man des Kontrast des Bildes.

Elements Bedienfeld Helligkeit Kontrast

Bei diesem Foto würde ich den letzten Schritt, das Schärfen, nicht anwenden. Den der Schärfefilter erhöht den Kontrast zwischen benachbarten Pixel mit unterschiedlicher Helligkeit. Und Kontrast habe ich hier genug.

Stattdessen würde ich hier noch einen Effekt, wie hier der Lomo Effekt mit Photoshop Elements hinzufügen und für ein Fotobuch Cover verwenden.

Foto bearbeiten tolles Ergebnis

Schärfen

Das Schärfen eines Fotos gehört immer zum letzten Bearbeitungsschritt. Zum Beispiel Fotos die eingescannt wurden, benötigen oftmals den letzten Schliff.

Den Dialog den ich für das Schärfen nutze ist im Menü zu finden bei Überarbeiten > Unscharf maskieren.

Das dabei im Dialog angezeigte Vorschaubild  lässt sich verschieben und skalieren.

Foto bearbeiten unscharf maskieren

Foto bearbeiten unscharf maskieren

Mit dem ersten Parameter Schärfe regelt man den Kontrast zwischen den benachbarten Pixeln.
Mit dem Radius stellt man ein, wie viele Pixel des Umfelds des zu schärfenden Bereichs bei der Kontrasterhöhung herangezogen werden soll.
Mit dem Schwellenwert bestimmt man, was überhaupt eine Kante ist.

Hier das obige Beispiel eines eingescannten Fotos welches mit dem Dialog Unscharf maskieren bearbeitet wurde:

Foto bearbeiten geschärft

Foto bearbeiten geschärft

In der zweiteiligen Serie habe ich nur an der Oberfläche der Fotobearbeitung gekratzt. Wer jetzt Lust bekommen hat tiefer in die Fotobearbeitung mit Photoshop Elements einzusteigen dem kann ich das Buch Photoshop Elements 11: Schritt für Schritt zum perfekten Foto von Galileo Design empfehlen. Durch die mitgelieferte CD mit Beispielfotos kann man gleich alles ausprobieren.


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